Atmosphärendruckplasmen

Atmosphärendruckplasmen kommen in der Oberflächenbehandlung zur Feinstreinigung, Oberflächenaktivierung und Plasmabeschichtung nahezu aller Materialien - von Kunststoffen, Metallen, Glas bis hin zu Karton, Textilien, Keramiken und Verbundstoffen zum Einsatz. Der Vorteil der Atmosphärendrucktechnologie ist neben der kurzen Prozesszeit von wenigen Sekunden der Verzicht auf voluminöse und teure Vakuumanlagen sowie eine leichte Integration in bestehende Produktionsabläufe. Darüber hinaus zeichnen sich Atmosphärendruckplasmen durch eine sehr gute Spaltgängigkeit aus. So können neben Spalten mit hohem Aspektverhältnis auch poröse Materialien bis zu einer Tiefe von mehreren cm veredelt werden. Gerade in den letzten Jahren hat die Auswahl an zur Verfügung stehenden Plasmaquellen und somit an möglichen Applikationen stark zugenommen. Durch die Flexibilität in Sachen Form und Handling lassen sich selbst komplex geformte Oberflächen homogen veredeln.

Schwerpunkt der Arbeiten am INP ist die Veredelung von Oberflächen für biomedizinische Anwendungen zur Steigerung bzw. Vermeidung der Adhäsion von Zellen sowie die Aufbringung hochreiner Glasschichten als Kratzschutz, Diffusionsbarriere oder Haftvermittler.